In diesem Blog ist alles selbst gemacht: Fotos, Texte und Aufnahmen von Vogelstimmen. Alle Bilder und Tonaufnahmen stammen aus den Urdenbacher Kämpen. Sollte es ausnahmsweise Inhalte geben, auf die das nicht zutrifft, sind sie gekennzeichnet.
Posts mit dem Label Beobachtung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Beobachtung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 18. März 2015

Reiher am Boden

Reiherhorste kennt man hoch in den Bäumen. Hier ist einer knapp über dem Boden - ein eher seltener Anblick. Zur Ehrenrettung des Reihers sei darauf hingewiesen, dass sich das Nest immerhin auf einem umgestürzten Baum befindet.



Dienstag, 10. März 2015

Nachtigallen unterschiedlich musikalisch

Bei vielen Singvögeln ist die Variationsbreite der Lieder sehr gering.
Oft fällt beispielsweise gar nicht auf, dass bei Zaunkönig und Heckenbraunelle jeder Vogel ein bestimmtes individuelles Lied hat, dass er nahezu exakt ständig wiederholt, nur oft unterschiedlich weit. Bei den Drosselvögeln hingegen wird jede Strophe beim Singen sozusagen neu komponiert. Motive wiederholen sich und werden abgewandelt. Dabei hat jeder Vogel seinen eigenen Stil.
2014 lebten am Ausleger drei Nachtigallenpaare (zumindest habe ich nur diese drei gehört). Zwei der Männchen unterschieden sich sehr in ihrem Gesang. Während das eine sie einzelnem Motive lang auskostete und lange Strophen mit langen Pausen dazwischen sang, ratterte das andere kurz und bündig durch sein Lied. Der Unterschied war so deutlich, dass die Tiere problemlos am Gesang zu unterscheiden waren.
Mir gefielen die langen Strophen viel besser...


Vogelstimmen:



Vogelstimmen:

"Amselgrasmücke"

Die hier beschriebene Beobachtung ereignete sich im Frühjah 2014.
Auf dem Deichweg in Höhe der Urdenbacher Brücke saß im Gebüsch eine Mönchsgrasmücke, die atypisch sang.
Der normale Liedaufbau der Mönchsgrasmücke im Frühjahr ist ein zwitschernder Beginn, der in lauten Flötentönen oder manchmal auch kräftigem Zwitschern endet. (Im Sommer besteht das Lied nur aus dem lauten Teil, das leisere Zwitschern zu Beginn fällt weg.)
Diese Grasmücke ersetzte den Anfangsteil ihres Liedes durch eine leise Nachahmung des Amselgesangs. Der zweite Teil war wieder arttypisch. Dergleichen habe ich vorher noch nicht gehört. Die Mönchsgrasmücke ist eigentlich nicht als Imitator bekannt.
Leider habe ich nur eine schlechte Aufnahme, aber man hört es gut.


Vogelstimmen:

Montag, 9. März 2015

Junghabicht geht baden

Wenn man wie Siegbert (Siggi) regelmäßig (um nicht zu sagen: ständig) mit der Kamera unterwegs ist, kommen einem auch seltene Glückstreffer vor die Linse.
Die Fotos unten haben ihre Geschichte: in einem Weidengebüsch am Ufer eines Wassers klettert ein junger Habicht herum. Habichte fressen Enten - er wäre für die Wasservögel also eine mögliche große Gefahr. Doch die Viecher kümmern sich nicht um ihn und schwimmen in bester Entfernung für einen Angriff (durch ihn) munter vor ihm hin und her. Mit Recht: der Junghabicht ist wohl nicht auf der Jagt, sondern er experimentiert mit immer dünneren Ästen. Am Ende ist der gewählte Ast zu dünn, und eher er sich mit den Flügeln abfangen kann, ist er baden gegangen. Mit einigem Geplansche erhebt er sich wieder und fliegt davon. Und die Enten? Denen ist auch das noch egal.

Aus der ganzen Fotostrecke hier ein Bild samt einer Ausschnittsvergrößerung. Interessant, dass hier neben einem Blässhuhn gleich vier Entenarten zu sehen sind: Stockente, Krickente, Löffelente und Schnatterente. Ich habe einige markiert. Zum Vergrößern bitte anklicken.